Thüringer Immobilienkongress 2017

3. Thüringer Immobilien­kongress

Immobilienmarkt Thüringen: Der Boom geht weiter – Investoren greifen zu

Veranstaltungsort: CongessCenter Messe Erfurt

Donnerstag, 26. Oktober 2017
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Thüringer Immobilienkongress 2017

Ein Freistast im Boom-Taumel: Geht es ewig so weiter?
3. THÜRINGER IMMOBILIEN- UND STANDORTKONGRESS stellt das Thema Wohnen in den Vordergrund und provoziert eine Demonstration

Das Motto passte: „Boom und Bang machen immer noch wir“. Demonstranten begrüßten die Gäste des 3. THÜRINGER IMMOBILIEN- UND STANDORTKONGRESSES in der Messe Erfurt. Das Bündnis Erfurt für ALLE wollte mit dieser Aktion auf die hohe Mietbelastung und die Renditegier der Investoren hinweisen. „Diese jungen Leute machen auf ein Problem aufmerksam, das uns in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen wird“, so Michael Rücker, Inhaber der veranstaltenden Agentur W&R IMMOCOM. „Wir werden heute noch mehrfach das Problem der hohen Mieten sowie dem Leerstand auf dem Land thematisieren.“

 

Foto: (c) Axel Clemens, Weimar

Zuerst gab Tobias Koch, Principal, Bereichsleiter Region & Standort bei der Prognos AG, einen Überblick zum Wohnraumbedarf in Deutschland sowie den Wohnungsmärkten in Thüringen. Wohnungsmangel sei nun nicht mehr nur das Problem der großen Metropolen, sondern auch in B- und C-Standorten angekommen.

Einen angespannten Wohnungsmarkt sieht Koch in Erfurt, eine rückläufige Nachfrage beispielsweise im Altenburger Land und im Landkreis Greiz. In letzterem gibt es momentan einen Leerstand von fast 15 Prozent. „Die Zahlen, die wir kennen und die uns vorliegen, machen klar, dass es nicht nur eine Antwort auf all diese Probleme geben kann“, sagte später Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen. Er sei überzeugt davon, dass der soziale Wohnungsbau im Fokus liegen müsse.

In der anschließenden Diskussion mit Vertretern des vtw Verbandes Thüringer Wohnungs-und Immobilienwirtschaft e. V., vom BFW Landesverband Mitteldeutschland e. V., sowie vom Landesverband der Thüringer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V Haus & Grund ging es um die Mehrkosten für Planverfahren, die eben nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit kosten. Es ging um infrastrukturelle Nachteile von Regionen, die aus diesem Grund ihren Leerstand nicht senken können, um Rückbau, um einen Fonds für Wohnungsbau.

 

Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen - Foto: (c) Axel Clemens, Weimar

Zuvor hatten in mehreren Podien die Teilnehmer über Gewerbeimmobilien diskutiert. Mit einem Vortrag stellte  Wilfried Röpke, Geschäftsführer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH, den aktuellen Büromarktbericht vor, Marktzahlen von Weimar, Gotha und Jena wurden vorgestellt, Energielösungen für den Thüringer Markt von der E.ON Energy Solutions GmbH gezeigt.
Klar wurde: Thüringen erfreut sich einer außerordentlichen Beliebtheit. Investoren schauen sehr genau auf die Entwicklung von Erfurt, Weimar & Co., greifen ob der noch moderaten Preise gegenüber den großen Metropolen zu.

Die Probleme der großen Metropolen rollen auch langsam auf die B- und C-Standorte zu: Wie kann man kostendeckend bauen bei halbwegs moderaten Bodenpreisen, gleichzeitig eine optimale soziale Durchmischung schaffen und dazu noch eine ordentliche Bauqualität zustande bringen? Die Verbindung von so vielen, schon im einzelnen sehr komplexen Thematiken, erscheint ein wenig wie die Quadratur des Kreises. Nur: Es bleibt uns keine Wahl, das Problem muss bestmöglich gelöst werden, wenn Thüringen weiter interessant bleiben will. Für Einheimische, Touristen, Firmen, die Niederlassungen gründen und damit Arbeitsplätze schaffen.

 

3. Thüringer Immobilien-und Standortkongress, 26. Oktober 2017, Panel „Standortpolitik“
 
v.l.n.r.:

  • Jürgen Elfrich, Prüfungsdirektor vtw Verband Thüringer Wohnungs-und Immobilienwirtschaft e.V.
  • RA Joachim Bleeck, Präsident Haus & Grund, Landesverband der Thüringer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V.
  • Michael Rücker, Geschäftsführer W&R IMMOCOM, Leipzig
  • Sabine Anhöck, Vorstand BFW Landesverband Mitteldeutschland e.V.
  • Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen

Foto: (c)  Axel Clemens, Weimar

Informationshotline:
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